Der Olivenreport (Teil 5): Endlich ist es so weit - die Ernte läuft
- Peter

- 10. Okt.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Okt.
Jetzt, Mitte Oktober, haben viele Sizilianer nur noch eins im Sinn: die Olivenernte einfahren. Dazu setzen die meisten Olivenhainbesitzer auf traditionelle Methoden: Unter den Bäumen breiten sie große Netze aus, mit Stöcken und Rechen streifen sie und ihre Helfer die Oliven von den Bäumen – und haben dabei den Ehrgeiz, die Früchte möglichst unbeschädigt in gut belüfteten Kisten zu sammeln und sie dann so schnell wie möglich zur Olivenmühle zu bringen, damit dort das „grüne Gold“ gewonnen werden kann. Hier kommt es wirklich darauf an, die Zeit zwischen Ernte und Verarbeitung kurz zu halten. Denn sobald die Früchte vom Baum geerntet worden sind, beginnt die Oxidation – und die ist nicht gut für die Qualität. Zum Stichwort Qualität noch eine wichtige Anmerkung. Dass die Olivenbauern, die unsere Mühle Arkè beliefern, schon Mitte Oktober bis Mitte November ihre Bäume abernten (während in anderen Gegenden die Pflücker zum Teil erst im Dezember oder gar im Januar anrücken), ist eine Voraussetzung dafür, dass am Ende ein wirklich hochwertiges Olivenöl bei den Kunden auf den Tisch kommt. Der einfache Grund: Im Oktober/November sind die Früchte noch überwiegend grün und tragen in sich einen hohen Anteil an den gesundheitlich (und kulinarisch) wertvollen Polyphenolen. Später geerntete Früchte sind von der Ölausbeute her zwar ergiebiger - und damit geschäftlich lukrativer, aber in punkto Polyphenol, also qualitativ, weniger wertvoll. Im nächsten Monat: Wie gut ist das neue Olivenöl Jahrgang 2025/26?




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